#30 | Dr. Irene Bader – die Entscheidungsfreudige unter den Managerinnen

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Dr. Irene Bader über ihren beruflichen Werdegang bis in den Vorstand eines Maschinenbauunternehmens. Gemeinsam sprechen wir über Japan und insbesondere Tokio, das beste Essen der Welt, über die Perfektion der Menschen, kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu Deutschland sowie darüber, was wir voneinander lernen können. Außerdem geht es um Bauchentscheidungen, den Mut, Verantwortung zu übernehmen, und darum, in einer sich ständig wandelnden Welt das Menschsein nicht aus den Augen zu verlieren. Viel Spaß beim Zuhören!

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00:00:00: Ich finde das Leben grundsätzlich widersprüchlich.

00:00:02: Bei uns ist es widersprüglich und dort fand ich's auch widerspüblich, die machen wir mal so.

00:00:05: Das glaub' ich komme besser weg!

00:00:13: Herzlich

00:00:49: willkommen zu einer neuen Ausgabe von Ringestädters Rendezvous und ich freue mich auf eine Managerin, wenn ich so sagen darf.

00:00:56: Eine Frau aus der Wirtschaft!

00:00:58: Und ich hab dich

00:00:59: gefunden

00:01:00: wie man das heutzutage so schön macht eigentlich über Social Media und habe ein paar Ausschnitte gesehen von Vorträgen oder von Sachen, die du so machst.

00:01:09: Und dann haben wir gedacht das ist so ein Thema.

00:01:11: da bin ich so weit davon entfernt dass ich mich unbedingt mal mit dir treffen muss um mich zu unterhalten über dieses Leben und diese Welt und ich freue mich sehr dass du da bist.

00:01:20: Dr.

00:01:21: Irene Bader ist heute da.

00:01:23: Herzlich willkommen!

00:01:24: Ja,

00:01:24: vielen Dank.

00:01:25: Ich freu mich riesig und ich glaube das wird ganz toll auch, weil so deine Welt ist mir wiederum ganz fremd.

00:01:31: Und deshalb freue ich mich richtig auf dieses Gespräch jetzt genau.

00:01:33: Bei

00:01:34: Rande Wuh, darum heißt es auch üblich wie bei einem richtigen Randewuh, dass man sich ein bisschen vorstellt wenn wir uns jetzt das erste Mal treffen würden was in unserem Fall aussieht...

00:01:43: Das war alles?

00:01:45: Wie würdest du dich kurz vorstellen?

00:01:47: Also ich bin die Irene Bader.

00:01:49: Ich bin eine gebürtige Österreicherin, habe aber das Glück, dass ich schon seit über zwanzig Jahren im schönen Bayern leben darf.

00:01:55: Und mein berufliches Zuhause ist München und Tokio – ich bin Vorständin bei DMG Mori, wir sind ein globales Maschinenbau-Unternehmen und dort habe ich das Glück erstens einmal ganz tolle Kulturen, nämlich in ganz tollen Kulturens zu bewegen und gleichzeitig auch dadurch, dass wir am Technologiekonzern sind, auch technologien Menschen zusammenbringen.

00:02:14: Bei Amarante, wo ist es so üblich?

00:02:16: Dass einer ein Geschenk mitbringt.

00:02:18: Das bin in dem Fall ich.

00:02:20: Ich hab dir was mitgebracht!

00:02:21: Das wird auch gleich unser erstes Thema werden.

00:02:24: Du hast

00:02:24: das schon etwas getiesert... Ja bitte schau rein!

00:02:29: Da darfst du

00:02:30: auspacken.

00:02:30: Ehrlich, da hat sie überhaupt noch nie

00:02:32: gegeben.

00:02:32: Hat's noch nicht gegeben glaube ich.

00:02:33: Also ich weiß es nicht aber im Japan ist es also üblig dass wenn man wo eingeladen ist, dass man auch was mitbrinkt und die haben da eine Kleinigkeit mit gebraucht.

00:02:39: Jetzt sind wir beide

00:02:42: am Ausbacken.

00:02:43: Praktisches.

00:02:44: Das bin ich

00:02:44: gespannt, ob mir das gleiche, wenn wir jetzt das Gleiche

00:02:47: haben und

00:02:48: dann habe ich mich kaputt.

00:02:49: Also ich mache das mal auf.

00:02:50: Ja, ich mach es auch an!

00:02:53: Und okay...

00:02:56: Das ist was Praktisches.

00:02:57: Das ist lustig, wir hatten den gleichen Gedanken gehabt aber in anderer Ausführung.

00:03:03: Kühlpacks quasi, die

00:03:05: man sich unter den Hals legt.

00:03:06: Also ohne dem kann ich jetzt in Japan den Sommer nicht überstehen.

00:03:09: und das sind wirklich genial!

00:03:10: Die gibt es hier nicht so in der Form und die kannst du dir drauf legen auf die Haut oder um einen Hals und die kühlen so schön.

00:03:16: Das ist richtig toll.

00:03:17: und das was praktisch... Du bist jetzt vielleicht viel bei Auftritten im Sommer.

00:03:24: Wir haben genau den gleichen Gedanken auch.

00:03:26: Für alle, die das jetzt nicht sehen sondern hören ich habe einen total schönen Fächer.

00:03:32: Man merkt mir kommen ja da so eine Hitzewelle hier.

00:03:34: Oh wow!

00:03:35: Das sind super.

00:03:35: Aber

00:03:35: dann haben wir gedacht es ist so japanische Kultur.

00:03:38: Ach das ist sehr

00:03:39: toll.

00:03:39: Also

00:03:39: du kannst jetzt deine Tücher auflegen und die dort ein bisschen wacheln.

00:03:42: Ich lasse sie als optischen Gründen weg aber du kannst gerne wachen.

00:03:45: Schönes Wort übrigens.

00:03:47: Ja es ist toll.

00:03:47: also vielen Dank.

00:03:48: Das ist richtig schön.

00:03:50: Danke.

00:03:51: Unsere liebe Karten besorgt...

00:03:53: Also danke, das ist ganz toll.

00:03:55: Jetzt sind wir ein

00:03:56: bisschen auf und jetzt haben wir es lustigerweise tatsächlich auf diesem Weg zum ersten Thema geschafft wo ich mir gedacht habe da möchte ich mit dir sprechen weil... Ich war auch schon mal in Tokio.

00:04:08: Du warst

00:04:09: schon in Tokyo?

00:04:10: Und ich war dort zehn Tage und ich war nachhaltig verstört.

00:04:15: Warum?

00:04:16: Ich

00:04:16: bin jetzt gespannt.

00:04:17: Aus verschiedenen Gründen, also erst mal war ich im August und es war brutal heiß.

00:04:23: Unfassbar heiß!

00:04:24: Und ich vertrag keine Klimaanlagen, das ist ständig runtergekühlt in den Geschichten und draußen dieses stehende Luft.

00:04:32: Das hat mich gestresst.

00:04:34: Das Zweite war – und das werde ich nie vergessen – da waren, ich weiß nicht ob das Grillen sind oder irgendwelche Tiere, jedenfalls Insekten die Geräusche machen in der Nacht

00:04:44: Ja.

00:04:45: Und dieses Bild habe ich so mitgenommen, weil man dachte, boah das ist krass!

00:04:49: Diese Stadt ist nie ruhig, es ist eigentlich so wie es tagsüber ist mit den Menschen und dem ganzen Betrieb machen sie dann nachts die Tiere... Also diese Stadt hat eine ständige Vibration für mich ausgestrahlt.

00:05:00: Wirklich?

00:05:00: Auf der anderen Seite waren wir auch in diesem ...spirituellen Gegenden, also Tempel und Geschaus.

00:05:09: Und da hat das so Sachen... ...und ich habe es einfach für mich in meiner Birne nicht zusammengebracht!

00:05:14: Für mich war das... Ich hab mir gedacht, ich bin in einer komplett anderen Welt gelandet.

00:05:20: Und ich konnte mir das nicht vorstellen dass es... Also ich war schon in New York, ich war ja in anderen Großstädten von großen Ländern.. ..und ich konnt's mir einfach nicht vorstellen, dass ich was komplett andersrum empfinde wie daheim Wirklich?

00:05:35: Ich fand es wirklich... Es war auch da so, dass man drinnen rauchen durfte und draußen nicht auf der Straße.

00:05:40: Stimmt!

00:05:41: Das fand ich irgendwie total... Es fand alles eigentlich total strange.

00:05:44: Aber natürlich ein Faszinosum.

00:05:46: Würdest du mir Tokyo in paar Sätzen oder darf auch länger sein erklären können wie diese Stadt funktioniert und diese Kultur funktioniert dieses Land funktioniert Japan.

00:06:00: Also zuerst, ich hätte die geraten niemals im Juli-August nach Japans.

00:06:04: Fehler

00:06:05: Nummer eins!

00:06:07: Ich kann auch mit der Hitze überhaupt nicht umgehen und das ist also eine hohe Luftfeuchtigkeit und das macht mich auch völlig fertig.

00:06:13: Das wäre bei Austregeln Nummer eins niemals in Julio oder in August hin.

00:06:18: Ich empfehle immer den Oktober – das ist eine super schöne Zeit in Japan.

00:06:23: Und Japan ist wirklich ein Land so für uns der kompletten Gegensätze.

00:06:30: Für mich ist Tokio eine unfassbar spannende Stadt.

00:06:34: Ich mag das seit dem ersten Mal, wo ich in Japan war.

00:06:38: Ich habe aber da auch immer zuerst ... Ich war nicht im August dort und für mich war es so wie die Menschen miteinander umgehen.

00:06:48: Das hat mich von Anfang an wirklich total nachhaltig.

00:06:51: Die Höflichkeit?

00:06:52: Auch das Wertschätzende dieses Gast Diese Gastfreundschaft, du grinst zu?

00:06:58: Du hast bestimmt gleich was zum Sagen.

00:06:59: Ja, ich kann da noch ein paar Geschichten...

00:07:03: Ja diese Gastfreunde schafft!

00:07:05: Und ich rate auch, oder in meiner Empfehlung wäre jetzt nicht nur dieses Tokio anzuschauen sondern einfach auch wenn man Natur mag.

00:07:12: Das ist ja auch ein Land mit wahnsinnig viel Natur und viele Menschen denken jetzt an Japan natürlich, an Tokyo und diese pulsierende Stadt die aber andererseits wieder weil du hast jetzt zum Beispiel New York gesagt, New York ist für mich sehr laut, das ist so ein lautes Molach wo immer hektik ist.

00:07:27: Das empfinde ich in Tokyo überhaupt nicht.

00:07:29: Weil es geordnet

00:07:31: ist?

00:07:31: Es ist geordnete.

00:07:34: Das hat was von, das beängstigt mich auf den

00:07:37: Ort.

00:07:37: Die Struktur?

00:07:38: Ja, dass alles funktioniert also...

00:07:41: Ja es funktioniert.

00:07:42: Das ist Wahnsinn!

00:07:42: Also diese Züge die ständig pünktlich kommen wo sich jeder entschuldigt wenn der eine halbe Minute zu spät ist und dann fährt sie mit dem U-Bahn und denkt okay teilt davon wäre schon schön.

00:07:52: aber es hat sowas Perfektionistisches, das mich irritiert weil ich das, ich halte sagen wir mal so wahrscheinlich Was ich an Menschen mag, ist das Imperfekte.

00:08:06: Ja?

00:08:06: Perfektion ist was... Das ist für mich eine Maschine!

00:08:10: Die muss funktionieren.

00:08:11: so und ich habe das nicht begriffen dass man sich dem freiwillig... weil es ist ja jetzt eben keine Diktatur, sagen wir wie in China oder so.

00:08:21: In Japan haben

00:08:21: die Gefühl,

00:08:22: sie machen das freiwillige so.

00:08:26: Alle gleichzeitig über die Straße gehen, also hunderttausend Gänge über einen Fußgänger üben.

00:08:31: Und ich denke mir, warum geht jetzt keiner da drüben?

00:08:33: Warum gehen die alle da?

00:08:35: Ja das ist so diese Individualität Die ist in Japan untergeordnet.

00:08:40: Also nicht so wie bei uns, wo du sagst, du bist da mal so freigeistig oder du hast zu deinen Menschen.

00:08:44: Das gibt's auch noch nicht.

00:08:44: Das gibts sehr wenig absolut.

00:08:47: also ich kenne auch ein paar Leute die auch aus der Kunst kommen, die im künstlerischen Bereich tätig sind, die sind sicherlich mehr frei geistiger als das jetzt in einer Wirtschaft der Falle ist.

00:08:56: aber in Japan, man, das ist ein Land mit hundertundzwanzig Millionen Einwohner Walungsraum Tokio um die dreißig Millionen, die werden von Anfang an, werden die so erzogen dass dieses System funktioniert, dass das geordnet abläuft.

00:09:13: Dass die wirklich bis zur Perfektion Dinge optimieren mit den Zügen, die du angesprochen hast und immer pünktlich sind oder sich anstellen bevor sie in der U-Bahn gehen.

00:09:25: Wahnsinnig voll ist in der Flüte.

00:09:27: Du kommst ja trotzdem rein und die stehen an, du hast auch so diese Sicherheit dass das funktioniert.

00:09:34: Und ich glaub deshalb sind vielleicht auch Japaner für mich sehr gelassene Menschen weil die auch immer so diese Gewissheit haben es funktioniert das System.

00:09:44: Okay wie gehst du hat das interessant?

00:09:48: Weil jetzt würde ich den Bogen erstmal zu dir machen und vielleicht kommen wir später dann eh noch mal auf Japan von selber.

00:09:56: Du bist, was ich eigentlich nicht machen wollte weil ich das so klischeemäßig finde, weil das war das erste, wo ich auf dich gestoßen bin, war ein Artikel, wo wieder einmal in der Überschrift steht eine Frau in einem Maschinenbauunternehmen im Vorstand und ich denke immer boah ich ist langweilig, ich habe keinen Bock mehr zu lesen.

00:10:17: wenn jemand das interessiert, warum soll er dann nicht im Vorstand von so einem Unternehmen sein?

00:10:21: und was auch als Frau oder sogar als Frau geben ja total auf die Nerven.

00:10:27: Weil es immer so zeigt dass wir immer noch nicht da sind wo man eigentlich gern wären nämlich in einer emanzipierten Welt wo einfach

00:10:34: das

00:10:34: normal ist.

00:10:37: Trotzdem ich habe jetzt glaube erklärt dass mich das net interessiert dieses auch als frau aber Allgemein, der Wertegang interessieren.

00:10:48: Wie du in diese Wirtschaftlerinnen geworden bist?

00:10:53: Weil ich weiß von dir eben dass du von Österreicher vom Land kommst und das ist jetzt mal, sag jetzt mal zumindest was ich so kenne nicht der Klassiker, dass man dann in die große Volkswirtschaft und in eine große Betriebswirtschaft geht.

00:11:07: Magst Du uns mal das erzählen?

00:11:09: Ja

00:11:09: gerne!

00:11:09: Ich bin in einem kleinen Ort aufgewachsen, in der Nähe von Wien

00:11:15: In

00:11:16: Niederösterreich bin ich in Mödling geboren und dann in einem kleinen Ort aufgewachsen, in Berndorf im Bezirk Baden.

00:11:22: Und für mich war immer klar, ich muss irgendwie raus in die Welt.

00:11:26: Ich habe dann in meiner Schule abgeschlossen, habe dann die Matura gemacht in Österreich und dann war es so ... Weißte ich komme aus einer Familie?

00:11:33: Ich war der erste, die an die Uni gehen wollte, die studiert hat Und ich habe aber so diesen familiären Background nicht gehabt, dass man sagt, die haben Mädel, du musst an die Uni gehen.

00:11:43: Sondern das war so mein Wunsch und ich hab mich dann am Anfang zuerst einmal für Kurzstudien in Wien entschieden.

00:11:51: Das war damals der Akademie für Sprache und Wirtschafts- und hab dann aber nebenbei müssen wir Geld verdienen um mir das auch leisten zu können Und habe damals bei dem österreichischen Händler eines deutschen Maschinenbauunternehmens angefangen.

00:12:03: Ich hab da zur Auftragsabwicklung gemacht, die Bangebote geschrieben und Auftragspbestätigung, was man heute so macht.

00:12:09: Also Büro?

00:12:10: Genau!

00:12:11: Da hat mein Geld verdient... Und dann war ich fertig und dieser Händler ist damals übernommen worden von einem deutschen Maschinenbau-Unternehmen.

00:12:19: Die haben wir dann angeboten, nach Bielefeld zu gehen.

00:12:21: In den Damals sind die Zentrale...

00:12:23: Du kannst quasi beweisen dass es Biele Feld gibt?

00:12:25: Ich kann beweisen das es Bile Feld gibt auch wenn's immer noch viele nicht glauben.

00:12:28: und ja genau!

00:12:30: Und bin da nach Bilefeld gegangen habe dann dort für einen Vorstand gearbeitet und irgendwie war das für mich klar, ich mache das einmal so für ein Jahr Und gehe dann wieder zurück und schaue, was mich so hinkriegt.

00:12:39: Ich habe das ja nie geplant gehabt.

00:12:41: Überhaupt nicht!

00:12:44: Dann kamen dort aber die eine oder andere Chance noch, dass ich dort geblieben bin.

00:12:48: Habe dort wirklich super Jobs machen können... ...und hab dann auch an den Punkt gekommen gesagt, ich würde weiter studieren.

00:12:55: Das war immer mein Anspruch, dass ihr auch Berufsbegleitern in England studiert habt.

00:13:03: Ich hab dann Wirtschaftsstudier, den MBE gemacht und eben auch die Promotion alles berufsbegleitend.

00:13:08: Und ich habe dann im Jahr zwei Tausend fünf bin ich zum japanischen Konkurrenten gewechselt in Maschinenbau.

00:13:15: Die haben damals zu der Zeit direkt Vertrieb aufgebaut in Europa und haben jemandem gesucht.

00:13:23: Ja, ich hab damals unseren Dr.

00:13:24: Mori kennengelernt, also den CEO.

00:13:27: Der hat mir einen Job angeboten und so kam das.

00:13:29: Jetzt klingt es ein bisschen so nach... Du hast zwar immer wieder gesagt, während du es erzählt hast, das habe ich nie geplant.

00:13:36: Aber

00:13:37: es klingt dann doch von wahnsinnig stringent.

00:13:39: Also so

00:13:40: grad... Findest du?

00:13:41: Ja!

00:13:43: Bist du jemand der gerade durchgeht wo also so Schlenker und der so zielorientiert ist muss man das auch sein wenn man da hin, wenn man sowas macht wie du?

00:13:55: Ich hab mein beruflichen Werdegang wirklich nicht geplant

00:13:59: aber... Was hat dich interessiert als

00:14:01: Kind?!

00:14:01: Was

00:14:02: mich als Jugendliche interessiert, also als Jugendlicher.

00:14:04: Ich habe mir mal gedacht, ich mache immer irgendwas mit Tieren?

00:14:08: Ja so, weil es man jetzt am Acht fängt und dann wird's feuer beim anderen.

00:14:12: Und dann hat mich schon der Journalismus auch immer interessiert.

00:14:16: Und zwar, ich hab damals ein Vorbild gehabt.

00:14:19: Weiß nicht ob's dir noch erinnern kannst?

00:14:20: Die Antonia Rathaus, das war so eine Kriegsarbeiterin.

00:14:23: Tolle Frau, genau, ADL und früher ganz früh über MoEF und

00:14:27: so.

00:14:27: Und die fand ich mir so ganz toll, weil sie ja immer ins Ausland und die hat sich da irgendwie keine Angst gehabt vor irgendwas.

00:14:34: Das fand ich irgendwie beindruckt.

00:14:37: Irgendwie ging mein Weg aber in diese Richtung ... Ich habe ihn wirklich nicht geplant gehabt.

00:14:42: Ich habe immer tolle Chancen bekommen.

00:14:45: Und die Chancene, die habe ich genutzt und ich habe dann vielleicht auch nicht nachgedacht was wird draus sondern ich dachte mir das interessiert mich jetzt und hab auch immer ganz viel Nachbauchgefühl gehandelt wenn ich solche Themen angenommen habe.

00:14:57: Das ist ein total interessantes Thema weil man jetzt von außen betrachtet immer vermuten würde in einem turbokapitalistischen System dass alles nur funktioniert über Berechnungen.

00:15:10: Und du sagst gerade, ich hab eigentlich immer alles nach dem Gefühl gemacht was auch dafür sprechen würde das du sehr wohl auch emotional handelst und nicht nur rational.

00:15:19: Ja!

00:15:19: Das geht in der Top-Wirtschaft

00:15:22: Ich finde schon bis zeigte auch mein Weg.

00:15:24: Ja aber es ist ein interessantes Thema weil das würde man nicht vermuten.

00:15:28: Also ich bin der Meinung, dass man nicht immer nur noch zahlen oder nach Daten und Fakten handeln muss.

00:15:35: Aber auch!

00:15:36: Und ich finde es ganz wichtig wenn man sich im Laufe der Zeit auf seine Erfahrung oder auch auf ein Bauchgefühl konzentriert.

00:15:45: Man darf das nicht so isoliert sehen, nur das eine ist gut oder das andere ist gut.

00:15:49: Also Mensch

00:15:51: sein?

00:15:51: Du musst ein Mensch sein und das ist so wichtig auch in der Industrie, in der Wirtschaft.

00:15:56: ich finde es ist eines der ganz wichtigsten Komponenten dass man mensch bleibt und sich da auch nicht verliert.

00:16:02: Hast du dann bei dieses Unternehmen Mori schon angesprochen wo für das du ja immer noch tätig bist?

00:16:09: hast du vielleicht auch Glück gehabt dass dieser Unternehmen ist wo sowas verlangt vielleicht das falsche Wort, aber zumindest möglich ist.

00:16:18: Weil man hat ja doch wenn man mit sich ausspricht von anderen Unternehmen hat man schon sehr das Gefühl dass da erstens heuer in Feier ist, dass der zum andern Gefühle wenig Platz haben, dass so versucht wird im Prinzip wirklich über die Zahlen Erwartungszahlen nur gesprochen wird und dann macht man da eine Mietung und es geht überhaupt nicht mehr um den Menschen.

00:16:39: Ist das vielleicht einfach ein Glücksfall?

00:16:41: Also für mich war es definitiv jetzt Rückblicken oder so in der Retrospektive absoluter Glücksfall, dass ich in diesem Unternehmen gelandet bin.

00:16:49: Weil überhaupt in der japanischen Kultur der Mensch schon sehr viel zählt und bei uns insbesondere.

00:16:55: wir haben ein großes Glück auch mit unserem CEO.

00:16:59: Und eben diese menschliche Komponente oder auch dieses Achtsamsein für unsere Mitarbeiter und das langfristige Denken, das resoniert total mit meinen Werten.

00:17:08: Und deshalb bin ich da auch schon so lange wäre es uns wahrscheinlich gegangen, wenn das nicht der Fall wäre.

00:17:13: Oder mein Weg wäre irgendwo anders hingegangen?

00:17:16: Was interessiert dich an... also du bist im Vorstand, gell?

00:17:18: Ich

00:17:18: bin dem Vorstand für ein Gesamtkonzern genau.

00:17:20: Das

00:17:20: heißt, dass ist ja eine Topführungskraft quasi.

00:17:24: D.h.,

00:17:25: du hast viel auch mit Führungen zu tun.

00:17:27: Also sowohl Personal als auch viel Geld als auch du hängst drin in dieser weltwirtschaftlichen Entwicklung.

00:17:34: Also Sachen von außen die du nicht beeinflussen

00:17:36: kannst, meine

00:17:37: ich damit.

00:17:39: Wie machst du das für dich?

00:17:41: Also wie gehst du, wenn du jetzt merkst von außen kommt, kommen Irritationen.

00:17:47: Dann neigt man ja als Mensch erst mal dazu dass man eigentlich wieder Angst kriegt oder man neigt zur Kontrolle oder ich will damit nichts zu tun haben.

00:17:57: sollen sich die anderen darum kümmern.

00:17:58: also Flucht.

00:18:00: was wird du beschreiben?

00:18:02: Wie gehst Du mit Situationen um wo von Außen was kommt was du erstmal nicht ändern kannst?

00:18:08: Also ich bin im Vorstand verantwortlich für die globale EGA, also globales Personalmanagement, globale Kommunikation und Strategie Europa.

00:18:15: Und wenn du für Kommunikations- an einem akzeptiertem Unternehmen und für Mitarbeiternde – wir haben dreizehntausendfünfhundert Leute – verantwortlicht bist dann ist immer irgendwo irgendwas auf dieser Welt.

00:18:27: Im Laufe der Zeit ist da bestimmt auch eine gewisse Gelassenheit entstanden und das meine ich jetzt nicht, dass mir das nicht interessiert.

00:18:35: Gelassenheiten sind im Sinne, es ist mir egal, das bestimmt nicht aber in solchen Situationen die Ruhe zu bewahren und zu wissen, ich muss jetzt eine Entscheidung treffen Und dieses Bessinnen darauf und auch diese ruhe zu haben, dass man sagt so jetzt schau mal die zahlen Datenfakten an.

00:18:52: Ich habe auch Meine Erfahrung bringe ich auch mit und kann jetzt eine entscheidung treffen.

00:18:57: Ich glaube das ist so das wichtigste Dass man nicht den panik verfällt egal was passiert auf der Welt, sondern in dem Moment sagt okay das sind jetzt die Fakten.

00:19:06: wir denken langfristig auch ganz wichtig.

00:19:09: Wir machen jetzt keine Entscheidungen die vielleicht nur kurzfristige Auswirkungen haben und sich unter einfach auch die Ruhe zu bewahren Das muss man glaube ich um da auch gut durchzukommen und sich nicht selber fertigzumachen Ist

00:19:22: es vielleicht der größte Fehler dieser schnellen Wirtschaft in der wir leben dass viel zu oft Entscheidungen nicht langfristig getroffen werden, sondern weil gerade die Bude brennt wird halt irgendwas schnell entschieden und andere müssen es dann auch ausbaden.

00:19:37: Und zweitens hat sie die Welt dann doch schon wieder dreimal verändert und dann hast du die Entscheidung getroffen und dann ist sie doch falsch.

00:19:43: Kannst das aber nicht zugeben?

00:19:44: Weil wenn du zugibst bist weg oder so weiter.

00:19:47: sind es so Mechanismen wo du sagst das beobachte ich auch Das machen wir anders?

00:19:53: Ich würde mir wünschen, dass wir langfristiger denken bei Entscheidungen überhaupt wenn es jetzt auch mit Menschen zu tun hat und das ist ja per se so.

00:20:00: Du weißt ja ESG ist funktionierter kein Unternehmen ohne Menschen!

00:20:05: Und nein ich bin überzeugt das wird auch in Zukunft zu bleiben.

00:20:08: Ja du beruhigst mich.

00:20:09: Ich bin sogar wirklich tief davon überzeugt und ich glaube das ist das Wichtigste also dass man auch wirklich langfristige Entscheidungen trifft die langfristig ausgerichtet sind.

00:20:21: Aber

00:20:21: kann man das in der Welt, wo permanent alles sich ändert?

00:20:25: Ich glaube, man muss auch lernen, dass sich die Welt permanent ändert.

00:20:29: Und man darf jetzt nicht irgendwie so

00:20:34: hinterher oder

00:20:35: genau da auch in diesen Verharren, dass man sagt, man muß nur das verwalten was wir gerade haben und dass sie die Welt permanent ändern und das in Zukunft zu bleiben wird.

00:20:45: Ich glaube, das ist ein Mindset.

00:20:48: Das müssen wir uns jetzt einfach mal irgendwie auch im Hirn verankern, dass wir jetzt nicht glauben, oh Gott!

00:20:53: Das ist jetzt gerade alles so transformierend.

00:20:54: Wir müssen jetzt irgendwie schnell Entscheidungen treffen dann wird es wieder einfacher sowie früher.

00:20:59: Das wird nicht passieren.

00:21:01: die Welt dreht sich nun mal schneller Märkte verändern sich.

00:21:05: Es passiert so viel und ich glaube wichtig ist, dass man auch als Unternehmen oder auch als Mensch weiß Wo will ich hin?

00:21:12: Langfristig.

00:21:13: Was ist jetzt das langfristige Ziel eines Unternehmens?

00:21:15: Und was könnte unser Ziel sein, so...

00:21:18: Ich glaube also wenn ich jetzt an Deutschland zum Beispiel denke dann müsste unser Ziel langfristig auch sein und sagen okay wofür wollen wir in der Zukunft stehen?

00:21:29: wo wollen wir zb weltmarktführer bleiben?

00:21:32: wo wollen wie Weltmarktführern werden und jetzt Entscheidungen zu treffen die auch wirklich langfristigt gedacht

00:21:38: sind?

00:21:38: aber wenn man es versucht hat Ich sage mal, zum Beispiel Energiewende.

00:21:44: Dann kommt ja der böse Gegenwind, Rucki Zucki und dann legt die Demokratie zu quasi und sagt ne das ist unpopulär für jetzt.

00:21:54: Das mag zwar langfristig der richtige Gedanke sein aber es ist.

00:21:56: im Moment trifft's mich dann in meinem Geldbeutel.

00:21:59: Und dann hat man immer so das Gefühl wenn jemand was sagt was langfristiger angelegt ist dann kommt ihm die Kurzfristigkeit

00:22:07: wieder dazwischen.

00:22:09: Ja das ist vielleicht ein Problem der Gesellschaft, das ist wahrscheinlich auch ein Problem dieser Gesellschaft.

00:22:16: Dass wir kollektiv nicht langfristig denken sondern dass es sicherlich zwischendurch immer Menschen gibt oder vielleicht auch politiker Wirtschaftslänker wie auch immer die langfristige denken aber dann eben viele nicht.

00:22:30: und ich wünsche mir das so im Kollektiv, dass wir sagen was sind jetzt die Entscheidungen die wirklich langfristiger gut sind für uns?

00:22:37: Jetzt ist mir gerade total was eingefallen.

00:22:41: Am Anfang des Gesprächs hast du von Japan erzählt und dem Versuch, dass dieses System funktioniert kommt uns im Endeffekt dieser Individualismus und Egoismus permanent dazwischen das wir langfristig denken.

00:22:57: kann es sein Dass wir einfach zu egoistisch sind, dass immer jeder nur sagt, ich habe jetzt zwar wahrscheinlich gescheit mit den Windrädern und dem Elektro aber ich hab jetzt keinen Bock, dass man mir die Heizung rausknallt.

00:23:08: Also

00:23:10: es ist

00:23:10: ein

00:23:12: blödes Beispiel weil sie auch die einzelnen Menschen betrifft.

00:23:15: Ich denke schon das wir als Kollektiv oder also als Gesellschaft in Deutschland zu egoistsisch denken?

00:23:25: Ja, das glaube ich schon.

00:23:26: Das ist ja so ein bisschen meine Wahrnehmung.

00:23:28: Auf der anderen Seite finde es auch gut wenn man individueller ist.

00:23:32: Wenn man auch mal individuelle Meinungen reinbringt und von dem lebt ja auch eine Demokratie Jetzt aber auch wieder die Brücke nach Japan zu schlagen.

00:23:39: Das eine schließt das andere nicht aus.

00:23:41: Japan ist auch eine Demokratie und da werden auch Meinungen zugelassen, auch wenn sich vielleicht im allgemeinen oder manchmal so eben allgemeinem Wirtschaftsleben viele Menschen sich nicht ganz laut trauen diese Meinung zu sagen.

00:23:54: also bei uns heute ist es bei uns vielleicht lauter und schneller.

00:23:58: Ist das wirklich?

00:23:59: Ich bin mir doch gar nicht so sicher.

00:24:01: Schau mal, wenn einer was sagt zum Beispiel in der Politik dann hast du ja per se schon mal ganz viele Menschen, die einmal per se nur dagegen reden.

00:24:10: Ohne dass es wirklich... Wo ist wirklich einmal eine gute tiefgründige Diskussion möglich?

00:24:16: Ganz selten!

00:24:16: Ich glaube das war sogar bei dir im Podcast, da hat doch der Herr Karl Dieter zu gutem Wert gesagt, dass es mittlerweile auch gar nicht mehr diese Kultur gibt, dass du das Freitens und des

00:24:26: Aushaltens...

00:24:27: Das Streiten und des Aushaltens.

00:24:28: Und das Aushalten

00:24:29: ist genau weil jeder Halbsatz sofort an den Medien geht.

00:24:32: Klickbait

00:24:33: Der hat er so recht gehabt, weil das braucht es aber auch mal.

00:24:36: Es braucht doch auch mal diesen Diskurs und dieses verschiedene Meinungen reinzubringen und dann aber gemeinsam ein Konsens zu finden und sagen so Leute!

00:24:44: Und jetzt was machen wir jetzt gut?

00:24:46: Wie denken wir uns wirklich anfristig?

00:24:49: Vielleicht auch mit der Energiewende oder den Energiethemen.

00:24:56: Man hat damals wahrscheinlich wahnsinnig schnell gehandelt und hat gemeint man handelt langfristig.

00:25:01: Aber auf der anderen Seite Ich glaube, braucht es schon auch mal eine Art Justierung.

00:25:06: Also ich sage mal so... Bisschen praktischer zu sagen, du brauchst ein langfristiges Ziel aber der Weg muss nicht immer linear sein.

00:25:14: Und

00:25:14: du musst es

00:25:16: gut kommunizieren?

00:25:18: Du musst die Leute mitnehmen und so habe ich das jetzt auch nach zwanzig Jahren Japanerfahrung gelernt.

00:25:23: Es gibt dieses langfristige Ziel Aber der Weg dahin, der muss nicht komplett linear sein Der kann noch mal nach links oder rechts gehen aber man verliert bei jeder Entscheidung die er dann trifft.

00:25:33: Das langfristigen Ziel ist nicht aus den Augen.

00:25:36: Das ist so das, was es ausmacht.

00:25:38: Hast

00:25:38: du ein Problem mit Entscheidungen gehabt in deinem Leben?

00:25:42: Also du wirkst so als würdest du dich überhaupt nicht schwer tun mit Entscheidenden?

00:25:46: Nein, ich kann schnell und gut Entscheidungen treffen werden.

00:25:49: Und woher kannst du das?

00:25:51: Weißt du das also?

00:25:52: Ist das eine angeborene Selbstbewusstsein?

00:25:55: Selbstbewussten glaube ich gar nicht so.

00:25:58: Okay, gut.

00:25:59: Was dann?

00:25:59: Ich war jetzt gar nicht zu einer selbstbewusster Jugendliche oder so ein selbstbewusstes Kind überhaupt gar nicht!

00:26:07: Ich glaube, ich habe mir immer getraut Entscheidungen zu treffen.

00:26:09: Also du hast keine Angst?

00:26:10: Ich hab keine Angst von Entscheidungen!

00:26:12: Und auch keine Angst vom

00:26:13: Fehler?!

00:26:13: Auch nicht auch kein Angst vom Fehlern... Okay

00:26:15: das ist wahrscheinlich in erster Linie

00:26:16: oder?

00:26:16: Das ist wahrscheinlich eine erste Linie zu der Fall weil ich mir immer gedacht habe, der beste Trifv-Entscheidung ist wie ich treffe gar keine Entscheidung.

00:26:22: Also als du Lähmung und Stillstand einfach nicht außen dann triffst du lieber Entscheidungen oder...?

00:26:26: Ich

00:26:27: treffe lieber Entscheidenden und dann ist er mal die Richtung klar und dann gehen wir da hin bevor ich gar keine Entscheidungen treffe.

00:26:33: und deshalb habe ich mir da immer leicht getan, Entscheidungen zu treffen.

00:26:37: Und ich glaube die sind wahrscheinlich auch mit der Zeit oder auch mit meinem Job oder mit der Verantwortung vielleicht auch immer klarer geworden, die Entscheidungen.

00:26:45: Weil früher musste ich ja nur Entscheidungen für mich treffen jetzt muss ich natürlich Entscheidungen auch betreffen, die andere beeilen.

00:26:52: Du hast das nächste Wort schon gesagt dass er automatisch mit rein spielt nämlich Verantwortung.

00:26:58: und das stelle ich mir Du hast gerade gesagt, es sind dreizehntausend Mitarbeitende auf der Welt.

00:27:04: Und du bist quasi für die zuständig, also im Head of Department oben?

00:27:09: Genau!

00:27:10: Für das Personalmanagement und

00:27:12: genau.

00:27:13: Kannst du als private Irene diese Verantwortung ruhen lassen?

00:27:19: oder ist das was, was du immer fühlst?

00:27:25: Das ist schon ein großer Teil von mir den Job, den ich habe oder auch die Verantwortung.

00:27:31: Ich denke auch sehr viel darüber nach.

00:27:34: Es ist jetzt nicht so, dass es mich für vierundzwanzig Stunden beschäftigt und ich nicht abschalten kann.

00:27:39: Das kann ich schon... Beschwertest du dich

00:27:41: mal?

00:27:41: Nein.

00:27:41: Hast du Spaß

00:27:42: an Verantwortung?

00:27:43: Ich hab da Spaß dran!

00:27:44: Und ich hab eine große Freude, weil ich weiß, ich kann was bewirken.

00:27:49: Und gerade das Thema Menschen- und Personal- und auch in einem Technologiekonzern – das ist eines der Zukunftsthemen Wie wir in der Zukunft arbeiten, wie wir Entscheidungen treffen.

00:28:00: Wie wir uns weiterbilden oder wie wir ausbilden und das macht mir einfach großen Spaß weil ich weiß ich kann da die Zukunft mitgestalten und das ist sowas was man richtig Spaß macht.

00:28:10: ja?

00:28:10: Wie glaubst du also jetzt lasst uns ein bisschen

00:28:13: spielen?

00:28:13: Ja!

00:28:14: Wie glaubest du werden wir arbeiten in zehn Jahren?

00:28:18: Wären wir als Menschen... Ich versuche mal ein bisschen eine Richtung reinzubringen weil es wird so laubert man so komisch dahin, werden wir selber als Menschen technisierter werden.

00:28:32: Also müssen wir mehr verstehen von Technologie oder müssen wir weniger verstehen von der Technologie weil es halt einfach gibt und sie uns die Arbeit abnimmt?

00:28:40: also wären wir passiver werden beim arbeiten?

00:28:43: Oder werden wir aktiver werden als menschen?

00:28:46: das kommt darauf an in welchem Bereich.

00:28:49: das muss ein bisschen differenzieren.

00:28:50: wenn wird zum Beispiel sagen in der Industrie gibt es sehr viele repetitive Aufgaben.

00:28:57: Die werden Maschinen zunehmend übernehmen, Automatisierungslösungen zum Beispiel, Robotik auch.

00:29:03: Also merken wir aber auch jetzt das ist ja schon schwieriger wird in solchen Bereichen Menschen zu finden die das machen diese wirklich repetitiven Aufgaben machen.

00:29:13: Das heißt da sehe ich auch ein großes Potenzial für die Wirtschaft und für die Industrie dass solche Aufgaben zunehnend übernommen werden.

00:29:22: Also du sagst

00:29:23: sogar,

00:29:24: Menschen müssen eben diese Aufgaben nicht mehr machen.

00:29:27: Sondern sie können

00:29:28: etwas anderes machen.

00:29:28: Die

00:29:29: können was anderes machen?

00:29:31: Ja und das meine ich auch.

00:29:33: Darum sage ich auch muss man ein bisschen differenzieren weil wie schwer tun wir uns heute zum Beispiel in der Industrie oder ja in den Maschinenbauten usw.

00:29:42: Zum Beispiel die Menschen am Wochenende reinzukriegen nur damit die vielleicht irgendwelche Teile Wechseln.

00:29:47: Das macht jetzt die Robotik, das machen Automationslösungen.

00:29:50: Also so gesehen wird es ja auch ganz wichtig für die industrielle Wertschöpfung.

00:29:55: Auf der anderen Seite glaube ich dass wir also das Thema künstliche Intelligenz, das ist da und das wird sich auch weiterentwickeln.

00:30:04: Die Frage ist nur wie gehen wir damit um?

00:30:06: Und ich glaube schon, dass der Mensch ein ganz wichtiger und zentraler Baustein Teilnehmer der Zukunft der Arbeitswelt sein wird.

00:30:16: Und diese Angst, die manche dann sagen, ja dann kommen die Roboter und die nehmen uns so ein alles weg, die teile ich überhaupt nicht!

00:30:22: Sondern die Art und Weise wie wir mit der Technologie umgehen, das wird entscheidend sein.

00:30:26: Aber

00:30:26: hast du nicht das Gefühl dass durch diese Konzentration auf ein paar Tech-Typen, die irgendwie das alles so in der Hand haben, dass dadurch doch was disruptiv ist?

00:30:37: entsteht?

00:30:38: Also dass die Technologie verändert und auch die Art und Weise wie wir mit der Technologie umgehen, das auf jeden Fall.

00:30:43: Aber es gibt jetzt nicht nur die großen, an die du jetzt vielleicht denkst aus dem Silicon Valley oder wie auch immer... Wir haben ja auch in Deutschland ganz tolle Firmen, die im Technologiebereich entwickeln der künstlichen Intelligenz.

00:30:54: also das dürfen wir auch einmal nicht vergessen!

00:30:56: Es müssen wir auch mal sehen!

00:30:57: Das sollte man vielleicht

00:30:58: mehr sehen oder?

00:30:59: Das

00:30:59: sollte mir sogar noch viel mehr sehen, das ist auch immer mein Appell dass man das genauso sieht und viel mehr darüber berichtet, was für ein tollen Mittelstand wir haben.

00:31:06: Und wie toll die innovieren in diesen Bereichen.

00:31:08: oder auch unsere Universitäten?

00:31:10: Also da wird ja ganz viel geforscht.

00:31:12: also wenn du dir zum Beispiel anschaust Maschinen- und Anlagenbau die haben zwanzig, fünfundzwanzig Das war der Sektor mit den meisten Patenten in Deutschland über fünfund zwanzichtausend.

00:31:21: Also da ist schon unfassbare Innovationskraft da, die wir hier haben.

00:31:25: Wir müssen so den Wertschöpfung umwandeln.

00:31:27: Und die Art und Weise, wie wir als Mensch mit Technologie umgehen, das müssen wir auch lernen.

00:31:36: Ich glaube, dass es zukünftig auch andere Kompetenzen braucht oder stärkere Kompetenten.

00:31:40: Dass der Mensch in seinem Urteilsvermögen wichtig wird – in seiner Empathie.

00:31:47: werden könnte.

00:31:50: Ja oder auch muss und das wäre so mein Wunsch, wenn du sagst in zehn Jahren dass es noch menschlicher wird und die Technologie der ja auch dazu ist zum Beispiel Fehler zu vermeiden Arbeit sicherer zu machen.

00:32:02: also Ich finde, das ist immer eine ganz wichtige Perspektive, die auch zu sehen.

00:32:06: Dass es ganz wichtig ist, dass man nicht mehr vielleicht ein Mensch sitzt, der irgendwelche Daten auswerten muss damit irgendwas sicherer wird sondern das ist ja gut wenn es die Technologie macht und der Mensch kann bewerten, der kann menschlich sein, er kann Empathie reinbringen in die Arbeit, er können gut führen.

00:32:21: Und da müssen wir aber auch unsere Mitarbeiterinnen oder uns alle hinbewegen.

00:32:25: Es ist total schön mit dir darüber zu reden, weil du überhaupt nichts Distopisches zulässt!

00:32:31: Das finde ich super.

00:32:32: Aber das ist total angenehm und vielleicht ist es auch ein bisschen... Die Aufgabe von Leuten wie dir, oder dass sie rausgehen in die Öffentlichkeit und auch mal sagen jetzt momentan mal Leute wir haben hier alle Möglichkeiten.

00:32:45: Es liegt an uns und wir tun immer so also wären wir alle Opfer einer großen Entwicklung.

00:32:51: Wir können eh nichts machen.

00:32:52: das stimmt einfach nicht.

00:32:53: da können sehr wohl gestalten.

00:32:55: Das können die kleinen Unternehmen es tun die ja auch wenn ich bei unsere Kunden bin oft sind wir haben über sechzig Prozent unserer Kunden das kleine mittelständische Unternehmen was die tolles machen.

00:33:05: Also ihr müsst sehr wirklich raus.

00:33:06: Es müssen viel mehr Leute wissen, was hier tolles entsteht in Europa und ich finde da wäre auch nicht müde das zu erklären.

00:33:13: Ja super!

00:33:14: Na gut.

00:33:16: Gehen wir jetzt doch mal dieses... Jetzt hast du gerade gesagt eben dass wir in Europa da tolle Dinge machen?

00:33:22: Und jetzt will ich den Bogen wieder nach Japan spannen.

00:33:26: Du pendelst ja quasi zwischen diesen beiden Welten des Unternehmen wenn ich das richtig verstanden habe mit der Vorbereitung ist ein japanisches Unternehmen.

00:33:34: Also zumindest ist es ein...

00:33:36: Wir sind an der Börse Tokio notiert.

00:33:37: Genau,

00:33:38: also ihr seid dort notiert?

00:33:39: Genau und wir haben aber sehr starke Wurzeln in Deutschland und Japan.

00:33:42: Also von die Dreizeintausendfünfhundert Mitarbeitende ist eine Drittel Japaner, eine Dritteldeutsche, eine drittel Rest der Welt.

00:33:47: Okay!

00:33:48: Also heißt es ist aber doch ein tatsächlich deutsch-japanisches oder japanisch-deutsches Unternehmen.

00:33:55: Diese beiden Welten wenn du jetzt dahin und her switchst.

00:33:58: Zwischenzeit stellen wir das Vorruf.

00:34:02: Zwölfmal im Jahr, irgendwo zwischen Tokio und München oder Tokyo und Berlin hin und her.

00:34:08: Kommst immer in diese eine Welt... ...und dann kommst du wieder in die andere Welt.

00:34:11: Hast Du für Dich schon so ein... Ich denke immer, wie würde ich das machen?

00:34:16: Keine Ahnung von deinem Job.

00:34:17: Aber wie würd' ich's machen?

00:34:18: Ich würde wahrscheinlich immer mich im Flieger setzen mit einem Notizbuch und würde mir immer was aufschreiben, was sich jetzt aus der einen Welt wieder mitnehmen kann für die andere Welt weil es da einfach besser läuft, würde ich da mehr implementieren und das würde ich dann auch implementieren.

00:34:34: Machst du sowas also hast du so ein... weil du gesagt hast Nachhaltigkeit bzw.

00:34:39: Langfristigkeit, hast du auch für dich als Managerin so was wo du sagst ja das sind so langfristige Sachen die nämlich aus Japan und die versuche ich in dieses deutsche Wirtschaftssysteme ein bisschen hinein zu pflügen?

00:34:54: Ja

00:34:54: es ist ungefähr so.

00:34:56: also ich bin von mir außerdem sehr reflektiver Mensch und ich beobachte viel in Europa oder Deutschland.

00:35:03: Und wenn du sagst, das Bücheln, das habe ich wirklich tatsächlich.

00:35:08: Also wenn ich zum Beispiel jetzt zurückfliege von Japan dann reflektiere ich immer zuerst was hab' ich jetzt gelernt?

00:35:15: Was hätte ich können in der Kultur anders machen, was hätte ich noch besser machen?

00:35:18: selbst nach zwanzig Jahren mache ich das?

00:35:20: Weil ich glaube schon dass es ganz wichtig ist, dass man da auch immer ja in der Reflektion bleibt und auch lernt Und eben auch ganz viel zuhört.

00:35:29: Das ist ja auch immer ganz wichtig und das versuche ich schon einmal, was kann man jetzt von Japan nach Deutschland bringen oder umgekehrt?

00:35:34: Wo weiß ich oder wo merke ich jetzt gerade braucht es wieder ein bisschen mehr Aufklärung, wo kann man wieder so ein bissel den des Denken, den Horizont erweitern weil ich etwas anders gelernt habe oder was gesehen hab, das möchte ich dann auch mit nach Deutschland bringen oder den Kolleginnen Kollegen weitergeben oder wem auch immer.

00:35:49: also ich wünsche mir dass dann auch alles ein weiteres Meinzett bekommen und vielleicht bin ich da auch so ein bisschen die Übersetzerin von dem Ganzen.

00:35:56: Du sprichst sicher japanisch oder?

00:35:58: Nein,

00:35:59: gar nicht.

00:35:59: Gar

00:35:59: nicht?!

00:36:00: Ach das finde ich interessant!

00:36:01: Wie geht

00:36:02: es?

00:36:02: Ja du des habe für mich ganz früh entschlossen oder beschlossene war damals Mitte zwanzig wie ich ins japanische Unternehmen gekommen bin.

00:36:10: Japaner sind sehr sehr stolz auf ihre Sprache und die hab gewusst wenn wir jetzt ganz kurz dieses Frontthema ansprechen.

00:36:17: Ich wusste bin eine junge Frau, ich bin Europäerin.

00:36:20: Das ist per se.

00:36:21: vor zwanziger Jahren war das sehr ungewöhnlich in Japan Und wenn ich nicht gut japanisch spreche, dann lege ich mir den größeren Stein in meinen eigenen Weg.

00:36:29: Also wenn

00:36:29: du es gar nicht sprichst?

00:36:30: Also wenn man das gar nicht

00:36:31: spricht

00:36:32: und wir haben ja den Anspruch gehabt ein globales Unternehmen zu werden und das schon auch meine Aufgabe gesehen habe zu sagen Ich möchte es in Englisch sprechen weil das Englische ist in der Schule.

00:36:43: also Du musst dir vorstellen in Japan die Lernen in der schule nur lesen und schreiben im englischen Die lernen nicht reden.

00:36:50: Die tun sie so unfassbar schwer, mit dem Englischen zu sprechen.

00:36:53: Sie haben bevor es irgendwelche Übersetzungsprogramme gegeben hat die perfektesten grammatikalischem englischen E-Mails geschrieben und wenn du mit denen gesprochen hast, kannst du das so schwer getan.

00:37:01: Das war unglaublich!

00:37:02: Ich habe auch mehr Erlebnisse gehabt.

00:37:03: da bin ich... Korea oder von irgendwo nach Glaubnengflung.

00:37:07: Es war ein kurzer Flug und ich war so müde, da bin ich flieger eingesteckt.

00:37:10: Da haben wir gedacht zu Gott einfach nur ein bisschen die Augen zu machen.

00:37:12: und dann fangen wir schon gesehen an den Gang.

00:37:13: der kommt jetzt eine ältere Japanerin und grinst schon so.

00:37:16: Dann haben wir auf die Sitzbestimmten in mir und die will reden, die Frauen.

00:37:19: das war dann auch so.

00:37:20: Und wir haben wirklich ... Wir haben uns mit Händen und Füßen unterhalten, wir haben schon die Servetten aufgemalt und sie waren total begeistert.

00:37:27: und dann habe ich irgendeiner mich gefragt ob sie was glaubte, was war ihr Job?

00:37:30: Und sie hat mir angeschaut und gesagt einmal ein Englisch-Teacher Das kann jetzt nicht sein, dass die Frau Englisch-Lehrerin ist.

00:37:36: Die kann wirklich keinen geraden Satz

00:37:37: sagen!

00:37:39: Sie wollte davon reden aber sie war englisch.

00:37:41: das war für mich so ein Beispiel wo ich mir gedacht habe so ja aber so so so ist es hier die lernen dieses Sprechen nicht.

00:37:49: Ich hab also eine lustige Geschichte erlebt in Tokio und zwar habe ich diese Höflichkeit die dort existiert total unterschätzt und zwar wenn ich habe jemanden gefragt was da und dahin geht Und der hat mir einfach geantwortet.

00:38:03: Weil, wie ich nachher dann erfahren habe, man antwortete dann einfach auch immer

00:38:08: nicht.

00:38:08: Du weißt wohin?

00:38:09: Ich wollte mal schon das mit dem Mitgangen.

00:38:10: Das gibt es nämlich auch...

00:38:11: Ja, das war erst seltsam weil er ging ein bisschen mit und dann hat er aber gesagt du musst da einsteigen und dahin fahren.

00:38:16: Es war komplett falsch!

00:38:17: Okay.

00:38:17: Und ich bin dann da hin und dachte mir, dass ist halt was total sympathisches finde ich also dass man so, dass man das nicht auf sich sitzen lassen kann quasi dass man etwas nicht weiß.

00:38:31: Auf der anderen Seite hört es natürlich auch was Katastrophales, weil wenn man ständig über alles Jahr sagt oder beantwortet und man hat aber keine Ahnung dann ist das irgendwie auch blöd.

00:38:41: Kennst du solche Erlebnisse?

00:38:42: Also ist das was wo diese quasi die Kultur, diese Höflichkeitskultur und wie ich sie manchmal empfunden habe zumindest so gleich die Unterwürfigkeits-Kultur dass dieser Clash mit diesem Ja, mit dem Management-Organisationsgedanken, wo es ja immer zustreblich vorausgehen muss.

00:39:05: Gleschen will ich jetzt gar nicht sagen.

00:39:09: Was aber schon ist, dass sich viele Japaner ja jetzt nicht so trauen in so einer Diskussion einzusteigen oder einen solchen Diskurs die Meinung wirklich zu sagen?

00:39:18: Das ist was, was ich immer versuche wirklich zu fördern.

00:39:20: Das trainiere es jetzt mittlerweile auch bei mir?

00:39:22: Hast

00:39:23: du da den Opa dieser gute Idee?

00:39:25: Ja doch!

00:39:26: Weil ich will das ja wissen und möchte er wissen, was die denken und was ihre Meinung ist.

00:39:31: Ich kann ja kein Scheidung gut treffen wenn ihr nicht viele Informationen habt.

00:39:35: Und also bei solchen Situationen – ich kenne die Gut, die du mir jetzt beschrieben hast vor allem mit fremden Leuten – da wollen sie sich heute dieses Gesicht nicht verlieren und sagen «ich weiß es nicht».

00:39:44: Da sag ich halt dann immer, ja muss man nachfragen.

00:39:47: Vielleicht so wie bei der KI jetzt?

00:39:48: Dass wenn die KI was gibt, dann darf's auch nicht ausglauben.

00:39:51: Ist vielleicht ein bisschen überspitzt gesagt, sondern einfach sagen okay ist es wirklich so dazwischen Fragestellen.

00:39:57: Das ist halt diese Höflichkeit das stimmt aber ich hab' jetzt... Ich glaub als Westlicher Manager in Japan muss man sich dessen schon bewusst sein dass du auch die Aufgabe hast die Menschen immer zu animieren und die Meinung zu sagen und ihnen diesen sicheren Diese Sicherheit zu gehen und sagen, es ist okay.

00:40:15: Ich will das wirklich wissen von dir.

00:40:17: Also du musst es aktiv tun?

00:40:19: Du musst es schon aktiv tun!

00:40:21: Wir machen das im Unternehmen also auch meine japanischen Vorstandskollegen oder Manager die machen das auch weil wir sehen dass es wichtig und natürlich ist es wichtig so.

00:40:30: Es sind deutschlandwichtiges überall wichtig, dass du weißt was die Leute denken und dir ihre Meinung einbringen.

00:40:34: Das sind oft Experten.

00:40:36: Wir müssen wissen was sie wissen.

00:40:39: ich habe einen Podcast gesehen mit dir Die hat mir den Fall nicht hochinteressant.

00:40:43: Das ist jetzt ein anderes Thema und zwar hast du, weil wir haben gerade über die Unterschiede geredet zwischen Japan und Deutschland.

00:40:50: Und in dem Podcast ging es aber um etwas Gemeinsamesache, die problematisch sind beiden Ländern und so lustig war sie ziemlich ähnliches nämlich dass Frauen quasi die gleiche Also die ähnliche Kultur gibt, dass Frauen mit Schwangerschaft und Kindern rausgehen aus dem Arbeitsleben.

00:41:10: Und schwer oder nicht zurückkehren vor allem in irgendwelche Führungspositionen.

00:41:16: Aber auch ganz allgemein, dass es quasi in beiden Kulturen ein Idealbild gibt von Familie sich kümmern und man hat's nicht nötig zu arbeiten, dann hat man es geschafft und so.

00:41:32: Das fand ich total interessant, weil das ist ja bei uns eine alte Kultur.

00:41:37: also es kommt quasi aus dem letzten Jahrhundert und aus diesem Sicherheitsding nach dem Krieg.

00:41:43: Ich glaube es kommt nicht nur aus der Nicht-Emanzipation, es kommt schon auch aus einem Sicherheitsdenken und offensichtlich ist das in Japan ähnlich.

00:41:51: Sind es die gleichen?

00:41:52: Gründe, warum so ist?

00:41:53: Oder gibt es Unterschiede in dem... Das Ergebnis scheint das ähnlich zu sein.

00:41:58: Aber sind die Gründe wieso so ist wirklich so ähnlich?

00:42:01: Ja also in Japan verändert sie das gerade.

00:42:05: Also die letzten Jahre.

00:42:06: aber es ist schon so dass so in Japan von wegen auch für den Mann im Status des Gutwares, dass er sich das leisten kann, dass die Frau zu Hause bleibt und da hat ja auch oft noch gar keine Kinder gehabt.

00:42:16: Dass jetzt immer relativ schnell nach der Hochzeit passiert Und ich denke, das war so früher auch das Denken hier.

00:42:25: Dass man sich das eben leisten kann, dass die Frau zu Hause bleibt und fragt sie gar nicht, ja eine gute Partie gemacht oder auch der Mann das gar nicht wollte.

00:42:34: Mein Großvater, der wollte damals sagen, dass es dir umarbeiten geht, weil er gesagt hat, da kann man das leisten, dass du zuhause

00:42:39: bleibst.".

00:42:40: Und ich glaube, das ist schon sehr ähnlich.

00:42:45: Auch wenn sich gerade sehr viel verändern in Japan und ich glaube es verändert sich grade schneller als es bei uns in Deutschland der Fall ist.

00:42:50: Sind die dann doch schneller?

00:42:51: Ja.

00:42:52: Da habe ich das Gefühl, da hab' ich nämlich auch... Also ich finde sie sind sehr auf ihr Kultur bedacht.

00:42:57: aber wenn Sie dann was ändern, ändern sie das ja schnell!

00:43:00: Geht's richtig schnell!

00:43:01: Das ist interessant

00:43:02: oder?!

00:43:02: Ja also das find ich super weil sie dann, ja auch wenn du Entscheidungen triffst Funktioniert es relativ schnell?

00:43:10: Hast du dich mal mit dieser spirituellen japanischen Welt auseinandergesetzt, weil ich fand zum Beispiel dieses Shinto... Chintoismos.

00:43:19: ...denn fand ich auch irgendwie total strange so dass das ich mir dachte, boah krass da ist ja eine hohe Negativität drin Da ist ein also ne fast so was Dunkeles In dieser Religion, oder nicht wirklich eine Religion.

00:43:34: Wenn man das gemacht

00:43:35: nimmt ist es schon mehr.

00:43:35: Ja, es ist schon

00:43:36: ein

00:43:36: bisschen mehr, ja?

00:43:37: Die Philosophie auch.

00:43:39: Genau!

00:43:40: Aber es hat was Dunkeles.

00:43:41: Es zieht einen richtig da rein und dann gab's diese Kamikaze-Ideen... Also alles so schwarze dunkele Ideen aber in diesem Shinto-Tempel wenn wir da runterfahren Richtung ... wie heißt das?

00:43:58: In

00:43:58: Tokio?

00:43:59: Ja von Tokio runter Richtung Meer Quasi da gibt es

00:44:01: einen riesigen Maschintotempel,

00:44:03: der auf offenem Feld steht.

00:44:06: Wahnsinnig faszinierend ist und gleichzeitig aber auch was wahnsinnig beeindruckend beängstigt.

00:44:11: das hat für mich.

00:44:13: Hast du dich mit dieser Philosophie mal auseinander gesetzt?

00:44:16: Und kannst du mir zumindest ein bisschen einen Einblick geben wie sehr das noch durchdrungen ist davon?

00:44:23: also wir sind die Menschen... Wir glauben immer wer werden da gar nicht mehr drin dieser christlich geprägten Gesellschafts-Zimmer, aber wenn es dann an die Themen rangeht merkt man wieder auch ganz schön geprägt.

00:44:38: Wie ist das in Japan?

00:44:39: Sind die gepräagt von diesem Shintoismus?

00:44:41: Ist das präsent?

00:44:43: Ich glaube also wenn wir das ein bisschen vergleicht ich würde jetzt einmal so einordnen In Japan ist der Shintoismus und der Buddhismus oder viele Aspekte davon so in der Kultur verankert.

00:44:57: Bei uns ist ja Religion immer sowas Institutionelles.

00:45:03: Und wenn du jetzt auch diesen Chintuismus ansprichst, der hat ja auch positive Seiten zum Beispiel dass er sehr verankert ist mit der Natur, dass man die Natur das sehr wertschätzt oder auch meint Götter ist nicht im wesentlichen Sinn, wie wir denken.

00:45:21: Sondern dass es so was gibt, was größer ist als der Mensch.

00:45:25: Was universeller ist?

00:45:26: Was ja auch in den Bäumen und den Pflanzen, in den Flüssen lebt.

00:45:30: Das finde ich total super!

00:45:33: Das finde diese positiven Seiten und diese Wertschätzung auch Jahreszeiten gegenüber dieses saisonale Lebenessen.

00:45:42: Also das kommt auch aus dem Schintuismus.

00:45:45: Es ist ganz stark in der japanischen Kultur drinnen Und beim Buddhismus, der kam erst später dann nach Japan.

00:45:53: Da ist so dieses Zen auch, diese Lebenshaltung des Zen im Sinne von Achtsamkeit

00:46:01: Respekt,

00:46:02: auch eine Ruhe, Ruhegelassenheit und Fokussierung.

00:46:06: Und das ist ja eher das Nach-Innen also der Shinto.

00:46:09: ist man eher so nach außen.

00:46:10: wie ist es alles miteinander verbunden?

00:46:12: Das ist höher als das selbst oder höher als der Mensch.

00:46:16: Und der Buddhismus ist eher so das Innere, die innere Haltung.

00:46:20: Wie gehe ich mit Lebenssituationen um?

00:46:22: Behalte ich die Balance oder die Ruhe?

00:46:24: und mit dem haben wir schon beschäftigt aber eher mit diesem positiveren und du bist ja im Morbidenbereich,

00:46:30: glaube ich.

00:46:31: Mein Name, mich hat es einfach interessiert oder mich interessiert sowas einfach weil ich mir denke...

00:46:37: Ist auch super spannend!

00:46:38: Das ist

00:46:39: total spannend, weil es gibt ein paar so Relikte, die daraus immer noch Auch in der Rechtsprechung z.B.

00:46:45: da sind, was ich total krass finde, dass Japan das einzige Land ist, wo Suizid quasi keine Straftat ist.

00:46:54: Wo es erlaubt ist sich das Leben zu nehmen.

00:46:57: und wenn man sagt, wenn du sagst, ich will keine Belastungen mehr sein für alle anderen dann ist das okay.

00:47:02: Das heißt ... Dunkles und gleichzeitig was er lösen das natürlich auch und deshalb interessiert es mich.

00:47:08: Und das andere, was mich interessiert oder was auch damit zusammenhängt ist glaube ich dass es eine Emotion gibt die genau entgegengesetzt ist bei uns und das finde ich faszinierend, dass es kein Triumph gibt.

00:47:23: also ich habe mein Baseballspiel glaube ich war das hab ich gesehen und dann gehen die Sieger gehen einfach vom Platz in der Kabine und die Interviews waren mit den Verlierern, die entschuldigen sich halt tausend Mal.

00:47:41: Aber das ist ja interessant!

00:47:43: Du

00:47:45: stellst dich nicht über den

00:47:47: anderen?

00:47:48: Das ist das nicht... dass es verpönt ist.

00:47:50: Und das finde ich faszinierend.

00:47:52: Ich habe mir dann auch schon oft überlegt wie wäre die Welt wenn wir quasi umdrehen würden Wenn das Ego quasi nicht die Grundinstanz ist, nach der geliebt wird.

00:48:06: Sondern die Zurücknahme

00:48:10: und die Wertschätzung oder der Respekt im anderen gegenüber.

00:48:15: Die können sich schon auch sehr freuen, Japaner!

00:48:18: Ja, ja.

00:48:18: Und auch Emotionen zeigen, dass man sich nicht mehr richtig steigt und die gehen

00:48:22: nicht.

00:48:23: Bist du bei dir alles wieder in Ordnung?

00:48:24: Ich kann doch noch

00:48:25: diesen Zehn mal sehen.

00:48:25: Nicht so, dass die alle einen Erfolg haben und dann gehen und sagen, oh Gott das will ich schämig dafür!

00:48:29: So ist es jetzt...

00:48:31: Nein!

00:48:32: Aber es war halt da wirklich so.

00:48:34: Ich

00:48:36: kenne das, ja!

00:48:37: Du verteidigst es voll?

00:48:38: Ich muss ein bisschen das einordnen wie der richtige...

00:48:42: Ich komme völlig falsch rüber und es waren wirklich faszinierende Reise.

00:48:45: ich mache jetzt nicht dass am Schluss rüber kommt der Ringenstehter in Japan

00:48:49: und alle gestört heißen

00:48:52: sich eine

00:48:53: falsche Richtung die

00:48:54: das bestätigen soll.

00:48:56: sind das keine Fall?

00:48:57: du warst das super du kannst es sehr gut erklären Was es ist?

00:49:02: Ich sage ja, ich finde das Leben grundsätzlich widersprüchlich.

00:49:07: Bei uns ist es widersprüchlich und dort fand ich's auch widerspülig.

00:49:11: Das glaube ich, komm' ich besser weg!

00:49:14: Und eben mit der Natur kann ich zum Beispiel total bestätigen... Als erste Mal in meinem Leben ein Baum umarmt tatsächlich im Japan weil das war da so bei irgendeinem Tempel oder waren so unfassbare Bäume.

00:49:25: also wirklich du hast richtig diese Kraft gespürt von diesen Bäumen.

00:49:30: Was hier so, sagen wir mal hobbyesoterisch rüber kommt hast du gedacht boah ich will den wirklich anfassen!

00:49:36: Ich will an der Energie die spürst dich... Das richtig steht, der steht da und du denkst dabei ist das krass.

00:49:43: So spürst du es

00:49:43: richtig?

00:49:44: Ja und das sind ja oft diese Schreine oder diese Tempel die sind ja in so einer Umgebung von Natur.

00:49:50: Also selbst im Tokyo gibt's auch kleine Schreinen soweit und da sind immer ein paar Bäume oder Pflanzen rundherum.

00:49:57: also das ist immer so eingebettet in der Natur auch selbst in einer Stadt wie Tokyo.

00:50:01: Ich finde diesen Kaisergarten hier in Tokio das ist ja Wahnsinn!

00:50:04: Der ist ja so groß wie eine deutsche Kleinstadt.

00:50:06: Der ist riesig.

00:50:07: Das ist aber auch

00:50:10: wahnsinnig schön.

00:50:11: Ja, wunderschön.

00:50:12: Auch

00:50:12: poetisch schön!

00:50:13: Also sowas was bei uns nicht, bei uns ist dann oder sagen wir in Europa versucht man es dann so durch... Ja, durch das Anlegen schön zu machen.

00:50:23: Aber dort ist es so aus sich heraus eine...

00:50:27: Wird auch sehr gepflegt.

00:50:28: oder langfristig?

00:50:31: Das sind ja diese langfristige Pflege der Bäume.

00:50:34: zum Beispiel wo du heute einen Bonnseip pflanzt dann weißt du den wir die nächsten Zickegenerationen pflegen muss irgendwann wieder gießen und zurück schneiden.

00:50:49: Bist du gerne Bist du immer noch so gern dort?

00:50:53: Ich bin immer noch gerne dort.

00:50:58: Es gibt immer noch was jedes Mal, wenn ich dort bin, was mich immer noch lernt und was mir immer noch fasziniert.

00:51:04: Vielleicht werden die Dinge kleiner.

00:51:05: Das ist nicht mehr das Große, sondern das Kleine.

00:51:10: Diese Gesellschaft verändert sich ja auch – es ist interessant zu beobachten!

00:51:14: Wie auch so die jüngere Generation, selbstbewusster wird.

00:51:19: Wenn man da wie sich das alles verändert finde ich wahnsinnig spannend.

00:51:23: Ich würde aber jetzt nicht mehr dort leben wollen

00:51:28: Kommt dieses Landkind langsam durch wieder von früher und sagt Du wirst ja irgendwie schön im Süden von München Da ist es ja anders.

00:51:41: Es gibt aber auch in Japan ruhige Orte.

00:51:44: Aber

00:51:45: was ich meinte damit ist, dass wir mit dem Elter werden und den vielen Reisen, dass man seine Bodenständigkeit für sich wieder entdeckt.

00:52:00: Man wollte so raus und weg und bei mir merkt es gerade vor all das es sich umdreht dass ich mir jetzt mal plakativ gesprochen, meinen Arsch mal da hinsetzt wo ich auch her bin.

00:52:13: Also wo man alles kennt und wo man einfach so diese Wurzeln spürt und man so in sich reingeht.

00:52:19: hast du das

00:52:19: auch?

00:52:20: Mir war es immer schon wichtig, dass ihr einen Platz habt, wo ich wieder zurückkommen kann.

00:52:25: von all den Reisen.

00:52:26: Das hat sich nicht geändert weil ich reise ja nach wie vor sehr viel... Ich

00:52:29: habe mit meiner Frau noch viele Tage bis zum Jahr

00:52:31: nicht.

00:52:31: Ich bin über zweihundert Tage mehr unterwegs.

00:52:33: So

00:52:33: gleich!

00:52:34: Ja,

00:52:34: ich bin so auch bis zehnmal im Jahr in Japan Dann bin ich so viermal in den USA und dann bin ich in Europa unterwegs.

00:52:41: Aber dieser Platz, das nach Hause kommen oder einen Platz zu haben wo man sich wohlfühlt und wo ich sage da bin ich daheim, das ist mir sehr wichtig.

00:52:49: Das ist aber schon sehr lange und die glaubt es wird stärker, da gebe ich dir recht dass du dieses Jahr, dieses Maude dann auch schon Wurzeln geschlagen da wo man jetzt isst Und das ist mir sehr, sehr wichtig.

00:53:01: Also jetzt, dass ich sage, ich würde die Koffer packen und jetzt für zehn Jahre nach Japan gehen... Das würde ich jetzt nicht mehr machen!

00:53:09: Ich bin wahnsinnig gern dort und dieses zwischen den Kontinenten- und Ländernkulturen teilen meine Jobs alles gut aber ich brauche jetzt schon mal zu Hause wo ich immer wieder hinkomme.

00:53:20: Hast du was hat eigentlich bei meinem Management und seinem Topmanagement unterwegs?

00:53:26: Ist diese glaube ich eine Frage?

00:53:29: Was hat Geld für dich für eine Bedeutung?

00:53:33: Also, mir ist so eine finanzielle Sicherheit für mich und der finanziellen Unabhängigkeit wichtig.

00:53:40: Ich glaube, da war es auch ein bisschen so aus meiner Herkunft.

00:53:42: Da war immer Gelder Thema, weil da immer zu wenig dabei war.

00:53:46: Deshalb war mir das wichtig für mich, so finanziell Sicherheit zu haben.

00:53:52: Es sind jetzt irgendwelche Staatssympole oder irgendetwas, wo es so gegeben wird.

00:53:56: Das ist mir nicht so wichtig.

00:53:57: Aber das hat sich ja verändert... Ich finde, dass es so eine große Veränderung im Umgang mit Geld gab, wo plötzlich Geld um das Geldeswillen plötzlich ein Thema war.

00:54:12: Das haben ja viele Leute so.

00:54:13: Das habe ich ja gelten und dann fange an zu spekulieren.

00:54:16: Und hab das Geld... Ich fahre mehr Geld ohne Arbeit sondern nur Geld mit Geld!

00:54:20: Hat dich das auch nie interessiert?

00:54:22: Also warst du quasi nie ein... Du warst ein bisschen einer dem Finanzvorstand und solche Dinge.

00:54:29: Das

00:54:29: interessierte ich gar nicht, oder?

00:54:30: Nein, das interessiert mich nicht.

00:54:33: Ich meine, ich muss natürlich auch finanzielle Entscheidungen

00:54:35: betreffen

00:54:35: in meinem Umfeld.

00:54:36: Das ist was anderes.

00:54:37: Genau.

00:54:37: Man

00:54:38: muss um Wirtschaftlichkeit

00:54:40: sich kümmern.

00:54:41: Genau!

00:54:42: Und das schon.

00:54:43: aber dass jetzt so immer nur es geht jetzt nur darum das Geld zu vermehren.

00:54:50: Ich hoffe, dass er mir ganz viel weitergeben kann.

00:54:51: Auch finanziell über was, was man über mich hinausgeht, dass ich etwas kurz damit bewirken kann.

00:54:56: Aber ich glaube, ich würde nie jemand sein der weiß ja nicht ganz viele Millionen hätte, weil ich würde da mit ihm auch was Gutes anstellen.

00:55:04: Wie läuft das eigentlich bei dir ab?

00:55:06: Wenn du soviel unterwegs bist, habe ich mir vorgestellt, du bist zweihundert Tage, sagst du unterwegs im Jahr, wenn es langt... Was machst du für dich?

00:55:14: Also bist du jemand, der arbeitet Weil er das halt so gern macht und dann arbeitet er die ganze Zeit.

00:55:19: Und im Hotel arbeitet er dann wieder.

00:55:21: oder was machst du für dich?

00:55:24: Ich kann ja nur eine gute Führungskraft sein, wenn ich auch in meiner Kraft bin.

00:55:29: Das bist du nicht... Also ich nicht!

00:55:31: Wenn ich jetzt zum Beispiel nur fünf Stunden permanent schlafen würde und nix für mich mache.

00:55:36: Ich muss schon etwas machen, was mir auch Kraft gibt.

00:55:38: Und es ist für mich ganz viel die Natur.

00:55:41: also wenn ich zu Hause bin ganz viel.

00:55:43: Also, ich bin wie gesagt am See und habe ein Hund.

00:55:46: Und die gehe ganz viele Natur in den Wald und muss raus.

00:55:48: Ich muss spazieren gehen.

00:55:49: Das erdet mich komplett!

00:55:52: Und das gibt mir auch wirklich viel Kraft.

00:55:54: oder zum Beispiel ja mit netten Leuten ein gutes Essen haben... Kannst du gewiesen?

00:56:00: Ja voll kann nicht total.

00:56:01: Das ist gut glaube ich.

00:56:02: Das kann ich.

00:56:03: Und es ist auch ganz wichtig glaube ich dass man das kann oder dass man auch für diese glücklichen Momente sorgt im Leben.

00:56:09: Und das hat man schon auch zu einem gewissen Grad selbst in der Hand für diese Momente zu sorgen, wo man weiß, es tut mir gut.

00:56:16: Und das ist nochmal ein gutes Essen und ein gutes Gespräch oder in die Natur zu gehen.

00:56:20: Und auf das schaue ich schon an der Kurzbuch zum Lesen und mich auch mal zurückzuziehen.

00:56:23: Also ich ziehe ganz viel Energie aus Begegnungen aber... Ich ziehe auch ganz viel Energie für mich, um wieder aufzustellen in meinem Safe Space.

00:56:33: Also Rückzug?

00:56:34: Wenn ich einfach dann irgendwie vom Herzen lachen mit Freunden ein gutes Essen habe und die Natur gehen, das brauche ich total.

00:56:41: Hast du da tatsächlich auch noch ... Du bist eine wahnsinnig gute Kommodoratorin, wenn ich das mal sagen darf!

00:56:46: Weil immer sagst du dann was, wo ich mir denke, alles wollte ich auch noch.

00:56:50: mit dir besprechen und zwar jetzt sage ich endlich den absoluten Durchbruch in Sachen Japan.

00:56:54: Ich finde das beste Essen auf der Welt ist in Japan.

00:56:57: Ja, da gibt wieder Recht!

00:56:58: Ich bin wahnsinnig

00:56:59: ein großer Fan vom japanischen Essen und und zwar weil es... wenn man in Japan mal war und dort sich wirklich einheimisch quasi ernährt hat dann stellen wir das plötzlich fest boah das ist ja total einfach bitte.

00:57:15: also diese Küche hat so bitte sauer.

00:57:17: Also alle diese Sinne, die wir brauchen eigentlich und wo alles drin ist an Nährstoffen das machen, das kombinieren sie einfach in einem Essen.

00:57:24: jetzt nehmen wir mal das klassische Sushi und all diese Dinge oder so Suppe und diese scharfe Gurke oder wie.

00:57:30: diese finde ich wahnsinn völlig unterschätzt natürlich aber ich fand das Essen also so verträglich habe ich hab noch nie so verträglich gegessen und hat das Gefühl noch nicht so gesund und noch nie tatsächlich poetisch.

00:57:46: Also ich finde, dieses Essen in Japan ist ein ganz anderer Vorgang, indem du sofort reinrutschst das du völlig anders bist.

00:57:54: Also wenn man aus Bayern kommt, ist es wirklich auch genau das Gegenteil.

00:57:58: weil also mit Schweinshaxen und Knödel die Idee wird echt crazy!

00:58:05: Wenn du so da sitzt und siehst, wow krass es gibt wirklich... Gute Sachen von Algen über Fisch und Reis.

00:58:12: Aber wir zu mir zustimmen.

00:58:13: Da stehen wir definitiv zur... Wir haben es geschafft, die muss gefunden werden!

00:58:17: Die wieder mit so einer Liebe hergerichtet auch?

00:58:21: Ja total.

00:58:22: Die

00:58:23: ist auch so bunt.

00:58:25: Weil du sagst, dass Schweins, Haxen und Knödel bei uns ist ja meistens ... Braun.

00:58:28: ... das Essen-Fisch.

00:58:29: B. Das ist ja noch schlimmer.

00:58:33: Du hast Kartoffeln, du hast Schnitzel, du hasst Knödl Und da ist das bunt, so buntes Essen.

00:58:45: Es ist vielfältig, es ist nicht verarbeitet.

00:58:48: Ganz viel wirklich aus der Natur saisonal gegessen wird schätzend den Jahreszeiten gegenüber.

00:58:56: also das finde ich auch.

00:58:57: und ja es ist gut bekömmlich

00:59:00: Ja und es ist auch artificiell.

00:59:02: Ich habe mal gedacht was haben sie denn da mit diesen Sushi Britzen da.

00:59:08: Dann merkst du aber, wenn du mal in so eine kleine Sushi-Bau gehst und bloß zwanzig Leute reinpassen und du denkst okay es hat was Eliteeres, nein hat's überhaupt nicht, sondern es ist eine Kunst!

00:59:19: Also du gehst zu einem Künstler und schaust ihm zu und dann denkst du ja krass das ist wirklich ein Kunst.

00:59:27: Es kommt der Essen dabei raus und du kannst ihn dabei zuschauen.

00:59:30: Du kannst ihm zuschagen?

00:59:31: Das

00:59:31: finde ich auch so... Das kann bei uns so spät erst, oder?

00:59:35: Dass es eine Küche ist,

00:59:37: wo die anderen zuschauen dürfen.

00:59:38: Ja, wo man sich in einem Restaurant

00:59:40: sieht,

00:59:40: separat irgendwo hinten.

00:59:42: Und manchmal eine durchreiche.

00:59:43: Eine durchreichige und da ist das oft so.

00:59:45: Auch dass der so auf die Stepanjacke vor dir kocht auf diesen heißen Platten... Das ist wirklich so.

00:59:51: ein Teil vielleicht auch Teil der Gastfrauenschaft, der Transparenz.

00:59:55: aber dieses Essen vorzubereiten das zu sehen und diese Saisonale, dass es ein großer Fan ist.

01:00:01: Kannst

01:00:01: du dir vorstellen, dass du irgendwann nochmal in deinem Leben ... weil du bist ja noch so jung?

01:00:08: Na ja!

01:00:09: Du bist Anfang Vierzig oder?

01:00:12: Mit den Vierzig werden wir genau.

01:00:15: Dass du was ganz anderes noch machst?

01:00:19: Also schwere Frage, weil ich habe meinen, was man vorher am Anfang schon gesagt haben, mein Weg nicht geplant gehabt.

01:00:28: Ich weiß, dass ich jetzt in dem Moment ganz fühlen und bewegen kann.

01:00:31: In dem was ich jetzt mache aber ich kann dir nicht sagen was in zehn Jahren ist.

01:00:36: Ich glaube das wäre sehr vermessen für mich selber.

01:00:40: Das war ja nicht die Frage.

01:00:41: Ich habe keine Ahnung ob du es dir vorstellen kannst.

01:00:45: Dass du im Flieger sitzt schaust aus einem Fenster so wie's ich mach mal mach und denkst da würde mich auch interessieren

01:00:53: wenn sie zusammenkommt

01:00:56: wenns zusammen passt quasi dann kann das schon passieren.

01:00:59: Ich bin jemand, der per se überhaupt gar nichts ausschließt.

01:01:03: Es muss aber nur für mich stimmig sein und deshalb ... ich kann es mir im Moment ... jetzt wäre das für mich überhaupt kein Thema weil ich einfach ... ja, weil's auch noch grad so cool ist und weil weiß du jetzt auch so mit Menschen Technologie, da tut's jetzt gerade so viel dann kannst du soviel bewegen und für die Zukunft aufstellen.

01:01:19: Aber wenn du jetzt keine Ahnung, wenn in zehn Jahren jetzt irgendwas wär, wo ich sag' so Da könnte ich jetzt was Gutes bewirken Dann könnt ihr mir das schon vorstellen.

01:01:29: Im Moment, das ist aber für mich überhaupt kein Thema.

01:01:32: Herr Erinner, das war ein wahnsinnig schönes Gespräch!

01:01:34: Danke, dass du da bist

01:01:36: und alles Gute!

01:01:38: Das wünsche ich dir auch!

01:01:41: Du hast so eine positive Sicht auf die Welt und diese Wirtschaft und es tut gerade total gut weil alle immer so abgesang um einen herum und das ist echt stark.

01:01:53: Vielen Dank.

01:01:53: Und wenn es das nächste Mal nach Japan fliegt, dann gibt's Bescheid und gute

01:01:57: Tipps!

01:01:58: Dann

01:01:58: flieg

01:01:58: ich gerne bei dir mit...

01:02:00: Du fliegst mit mir mit und wir fliegen nicht im Sommer.

01:02:04: Also Essen glaubt schon mal

01:02:06: über die

01:02:07: elektronischen Toiletten in Japan müssen wir extra

01:02:09: reden.

01:02:09: Wir müssen noch mehr extra reden!

01:02:11: Vielen Dank fürs Vormittieren!

01:02:12: Danke Diana, vielen Dank!

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